Der Wasserspiegel steigt zweimal am Tag ca. zwei bis dreieinhalb Meter an. Zu dem Zeitpunkt ist das Watt überflutet. Dieses nennt man Flut. Hochwasser (oder Tidehochwasser). Es ist der höchste Wasserstand. Ebenso wie das Wasser kommt, fließt es auch wieder zurück. Dann ist Ebbe. Große Gebiete fallen dann trocken. Den tiefsten Stand, nennt man Niedrigwasser (oder Tideniedrigwasser).

Tidenhub ist der Höhenunterschied zwischen Hochwasser und Niedrigwasser. Der mittlere Tidenhub liegt z.B. auf Borkum bei 2,19 Meter, in Emden 3,00 Meter, in Hamburg bei 2,52 Meter, in Cuxhaven bei 2,88 Meter, in Bremerhaven bei 3,50 Meter und in Wilhelmshaven sogar bei 3,68 Meter.
Ebbe und Flut heißen Gezeiten oder auch Tide. Sie treten beständig auf und dauern zusammen 12 Stunden und 24 Minuten. Das heißt, die Gezeiten verschieben sich täglich um 48 Minuten.
Den mittleren Stand zwischen Hoch- und Niedrigwasser nennt man Normalnull (NN).

Bei Niedrigwasser können Passagiere
das Schiff bequem über das obere Deck
betreten.

Bei Hochwasser ist der Zugang zum Schiff
sehr steil, da man nicht über ein tieferes
Deck ein- oder aussteigen kann.
